Drittes Unternehmens-Netzwerk Fachkräfte voller Erfolg
Über Social Media an Talente kommen
Mit Persönlichkeit und echten Einblicken zur digitalen Sichtbarkeit lautete das Motto, zu dem zwei gestandene Expertinnen für Mitarbeitergewinnung der NOZ/mh:n Mediengruppe referierten und anschließend an drei Workshop-Tischen moderierten. Bewarben sich Talente früher bei den Firmen, so sei es heute umgekehrt, erklärten Marika Junker und Mariko Schmoll. Konkret ging es deshalb um die Frage, wo und wie Unternehmen sichtbar werden und Talente erfolgreich für sich interessieren und ansprechen können. Dabei kommt niemand an das Recruiting über die sozialen Medien vorbei. Die Referentinnen zeigten Ideen und Umsetzungsbeispiele auf und gaben praxisnahe Tipps für eine bestmögliche Nutzung der Kanäle.
Niedrigschwellige Bewerbungsverfahren
„Macht Bewerbungen einfacher durch niedrigschwellige Verfahren“, rieten sie den Unternehmern und Personalverantwortlichen. Denn 80 Prozent der Fachkräfte seien latent suchend und bräuchten nur den letzten Kick bis zu einer Bewerbung. Da könne eine unkomplizierte Kontaktaufnahme über Social Media ohne die konventionellen, umfangreichen Bewerbungsunterlagen helfen.
Prozessoptimierung der Candidate Journey
Ebenso hilfreich könne der Auftritt von Corporate Influencern, also Mitarbeitende als Markenbotschafter für ihr Unternehmen, sein. Oder auch die Prozessoptimierung der Candidate Journey, sprich: des Weges, den Talente vom ersten Klick bis zum Arbeitsvertrag gehen müssen. Verliert man Interessenten auf diesem Bewerbungsweg, zum Beispiel durch komplizierte Hürden, zu lange Reaktionszeiten oder mangelnde Wertschätzung? Wie hilfreich ist KI-Einsatz für die Optimierung? Diese und andere Fragen standen im Raum.
Fokussierung auf die Zielgruppe
Ein weiters Stichwort: Zielgruppenfokus. Um den Wunschbewerber zu finden, sollte das Unternehmen seinen Anspruch an dessen Profil klar definieren und formulieren. Für die richtige Ansprache und den richtigen Ansprachekanal im Social-Media-Bereich sollte ein Bedürfnischeck der Fachkräfte und Auszubildenden gemacht werden.
Nächstes Unternehmens-Netzwerktreffen in der Planung
Die Vertiefung und Diskussion all dieser Punkte während der Gruppenarbeit an den Thementischen führten zu einem sehr intensiven und persönlichen Austausch. „Es war schön zu erleben, wie intensiv diskutiert wurde und wie viele wertvolle Impulse aus den Gesprächen entstanden sind. Genau dieser Austausch macht das Netzwerk aus“, sind sich Susanne Heyn und Joschka Feilke von der WEP einig und weisen darauf hin, dass es nach der Sommerpause weitergeht mit dem nächsten WEP Netzwerktreffen zum Thema Fachkräfte.
Hintergrund
Was sind die Ziele des Unternehmens-Netzwerks Fachkräfte?
Ziele und der Nutzen des Unternehmensnetzwerkes sind klar umrissen: Wissen und Erfahrungen austauschen, regionale Strukturen verbinden, Bedarfe der Unternehmen herausfinden und Unterstützungsangebote entwickeln. Um das zu erreichen, werden Netzwerktreffen veranstaltet. „Unsere Initiative dient der Stärkung des Wirtschaftsstandortes Kreis Pinneberg und seiner Unternehmen“, unterstreicht Heyn. „Wer bei unserem Unternehmensnetzwerk mitmachen möchte, kann sich gerne bei mir melden. Wir freuen uns über neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter!“
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